Blumen und Pflanzen im Winter

Christrose/Nieswurz/Helleborus

Hier ist eine kleine Auswahl von Christrosen, auch bekannt unter den Namen Nieswurz und Helleborus, wobei die Helleborus niger wohl die einzig wahre Christrose ist. Sie geben einen schönen Farbklecks im Winter und beginnen schon ab November, wunderschöne Blüten zu bilden. Hierbei muss allerdings unbedingt beachtet werden, dass die Samenkapseln sehr giftig sind.

In dem bekannten Weihnachtslied wird eben dieses zauberhafte Blüte besungen. Der Autor ist unbekannt.

Uns ist ein’ Ros’ entsprungen
aus einer Wurzel zart;
wie uns die Alten sungen,
von Jesse kam die Art;
und hat ein Blümlein bracht
mitten im kalten Winter,
wohl zu der halben Nacht.
 
Das Blümlein war so reine
und duftete so süß;
mit seinem milden Scheine
verklärt’s die Finsternis;
und leuchtet immerdar,
tröstet die Menschenkinder
holdselig, wunderbar.

Die Blüte

Das Blattwerk der Christrose besteht aus farbigen Kelchblätter. Die eigentlichen Blütenblätter bilden sich zu Honigblättern zurück und aus diesen flachen  Blättchen holen sich die Bienen den Nektar, wenn sie im Spätherbst noch auf der Suche sind. Darüber hinaus decken sie sich vor ihrem Abflug auf die nächste Pflanze mit dem Blütenstaub der schier endlosen Staubgefäße ein und sorgen so für die Fortpflanzung.

Die Frucht

Die Blüte verkümmert sehr schnell nach der Bestäubung. Übrig bleibt dann der Blütenknoten, in dem sich die befruchteten Samen in einzelnen Kapseln entwickeln.  Einige Wochen später brechen diese Kapseln auf und die Samen fallen auf die Erde, wo sie im Schutz der Pflanzenblätter überwintern. Ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass diese Samen giftig sind!