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Eine Rede, die zum Nachdenken anregen soll...
In der Beiratssitzung

 

Als ich bei meinen abendlichen Spaziergängen immer wieder an der Freibadstraße 84 vorbei kam, bin ich neugierig geworden und war fasziniert von diesem Ort. Immer wieder zog es mich an diesen Ort und in meinem Kopf zeigten sich erste Bilder der Idee. Dieser Ort mit seinem Gebäude war einfach wie geschaffen für einen kleinen Naherholungsort, für etwas, an dem die Vaihinger gemeinsam produktiv werden können. Hier könnte ein Ort entstehen, der durch seine Vielfältigkeit viele Vaihinger Bürger*innen abholen kann. Ich merkte, diese Idee durfte nicht nur in meinem Kopf bleiben. So schrieb ich Herrn Jehle Mungenast mit meiner Idee an.
Leider teilte dieser mir mit, dass dieses Grundstück für eine weitere Kita vorgesehen ist. Er nannte mir weitere Bebauungsgebiete und ich war bei der Führung über das Bahngelände. Hier lässt sich wohl schwer ein Ökowerkle zwischen Bahndamm und Industriegebiet realisieren. Auch der Ortskern Vaihingen, der verändert wird, kommt wohl nicht infrage.

Ich wurde gefragt, warum ICH das ÖkoWerkle möchte
Wir haben meines Erachtens in Vaihingen nicht wirklich viele Freizeitgestaltungen, die den ökologischen Grundgedanken (die gesamte Wissenschaft von den Beziehungen des Organismus zur umgebenden Außenwelt, Wissen schaffen über den ökologischen Kreislauf) tragen und wir haben vor Ort wenige Einrichtungen, die so ein breit gefächertes Ehrenamt ausüben können.
Das Klima ist darauf angewiesen, dass wir unsere Bedürfnisse zurückstecken und in Zukunft weniger in die Ferne reisen. Durch die Corona Pandemie haben wir unsere Heimat schätzen gelernt und das ein oder andere Kleinod direkt vor der Tür entdeckt. Es könnte sein, dass die Menschen mehr im Ländle bleiben und wenn man dann eine solch sinnvolle Besuchsstätte mehr im Internet findet, ist das etwas Gutes für unseren Ort.

Ich sag Ihnen auch, warum wir ein ÖkoWerkle brauchen könnten
Wir müssen unseren Kindern beibringen, achtsam mit den uns gegebenen Ressourcen der Erde umzugehen. Sie müssen lernen, nicht so verschwenderisch zu leben, wie wir und die Generation vor uns gelebt hat. Wir müssen jedoch auch die Möglichkeit schaffen, unser Wissen und unser Können, unsere Kreativität und unser Talent zu zeigen, weitergeben zu können und zu vernetzen. So können wir eine kleine Kostbarkeit für nächste Generationen erlebbar machen, deren oberstes Ziel ist, Wissen so zu vermitteln, dass es begreifbar und sichtbar gemacht wird.

Wir müssen der Jugend etwas geben. Immer mehr Teenager, vor allem Jungs, sitzen immer mehr vor dem PC, um in der virtuellen Welt mit ihren Freunden zu spielen/zocken. Es kann nicht unser Ziel sein, dass wir die Generation so aufwachsen lassen. Wir müssen ihnen Alternativen in Form von kreativen Workshops, Bauprojekten, Kochtagen oder Tierpflege bieten, damit sie sich auch im Hier und Jetzt bewegen und die Welt um sich mehr wahrnehmen. Ich unterhalte mich immer wieder mit jungen Menchen, da die jetzige 18+ Generation meine früheren Kita-Kinder waren und der Kontakt nicht abriss. Die Jugendlichen, mit denen ich mich unterhalte, gehen nicht in den Jugendtreff. Sie treffen sich auf öffentlichen Plätzen und oft ist es so, dass jeder in sein Handy schaut. Und am Ende sind sie der Meinung, sie haben sich mit Freunden getroffen. Auch das Anbieten des ÖFSJ wäre für den Standort Vaihingen bestimmt etwas Gutes, zumal Vaihingen stetig wächst.
Die jungen Familien haben hier die Möglichkeit von KaBa und Naturfreundehaus. Dann gibt es noch die Müze, leider ohne Außenbereich, dafür aber tolle Spieplätze. Wenn sie ihren Kindern die Tiere und die Natur zeigen möchten, gehen sie in die Wilhelma. Meiner Meinung nach ist da für einen Wohnort mit nahezu 50.000 Einwohnern ein bissle zu wenig. Zumal bekannt ist, dass Vaihingen weiter wächst.
Und auch wir, die Erwachsenen, deren Kinder schon aus dem Haus sind oder deren Partner*innen schon verstorben sind, haben die Möglichkeit von Bärenschlößle und der hiesigen Gastwirtschaft. Unser Freundeskreis beinhaltet zum Glück ein Paar mit einem Schrebergarten. Dort finden immer wieder tolle Abende statt. Dieses Glück hat allerdings leider nicht jeder und viele Familien sitzen dann doch in ihrer kleine Wohnung, vielleicht mit Balkon.
Durch regelmäßige Spaziergänge über den Friedhof komme ich immer wieder mit älteren Menschen ins Gespräch. Viele sind sehr einsam und bleiben sehr lange dort, weil sie der Einsamkeit so entfliehen und hoffen, jemanden zum Reden zu treffen. Somit könnte man etwas erschaffen, wo alle Generationen von profitieren würden.