Geboren bin ich in Emden, einem kleinen Ort hoch im Norden. Zu Füßen dieser  wunderschönen Stadt liegen einige ostfriesische Inseln wie Borkum und Norderney, die schnell von dort erreichbar sind. Durch Otto Waalkes und seinen diversen Filmen ist vielen dieses Städchen bestimmt bekannt.

Nach meiner Ausbildung im pädagogischen Bereich habe ich bis zur Geburt meines Sohnes im August 1998 in einem katholischen Kindergarten gearbeitet. Mit dem Sohnemann blieb ich über 3 Jahre daheim und wir stromerten viel durch die Natur. Für einige Zeit hatte ich zusätzlich noch den Nachbarsjungen in meiner Obhut und wir hatten eine schöne Zeit in unserem Häuschen direkt am Wasser. 

Als ich meinen jetzigen Mann im August 2001 in Emden kennenlernte, auch ein Ostfriese aus Emden, war schnell klar, dass mein Sohn und ich ihm nach Stuttgart folgen werden. Er lebt hier schon einige Jahre länger und im Juni 2002 zogen auch mein Sohn und ich ins damals noch sehr beschauliche Vaihingen. Leider ist seither sehr viel gebaut worden und es wird weiterhin viel gebaut. 

Hier angekommen habe ich im September 2002 angefangen, in einer Kita im Ort zu arbeiten und dort tolle Möglichkeiten meiner Entwicklung erleben dürfen. Durch Fortbildungen, Konzeptionstage und Workshops wurde mir immer mehr klar, in welche Richtung ich mich entwickeln möchte. Ich weiß, diese Entwicklung hätte ich nicht erleben dürfen, wenn ich in Emden geblieben wäre und darum bin ich sehr froh, meine Heimat hier gefunden zu haben. Ein Ländle voll von Tüftlern und Denkern, besonnenen Menschen und dazu diese kostbare Umgebung.

Seit 2006 wohnen wir in unserem schönen Haus, wo wir einen kleinen Garten angelegt haben, der uns immer wieder mit leckeren Sachen versorgt. Momentan ist das Hochbeet noch voll mit Sellerie, Kohl und wenigen Salaten. Die Gartenarbeit ist eine meiner großen Leidenschaften und ich freue mich schon wieder auf die Zeit des Vorziehens im Frühjahr.

Bis 2018 habe ich mit 2 weiteren Fachkräften als Gruppenleitung einer 13köpfigen KleinKindGruppe gearbeitet. Aus gesundheitlichen Gründen musste ich diesen von mir sehr geliebten Job aufgeben. Im Nachhinein bin ich nach über einem Jahr in einem Schülerhaus sehr froh darüber, dass mir aus gesundheitlichen Gesichtspunkten quasi der Hahn zur KleinKindPädagogik zugedreht wurde. 

Im Schülerhaus kann ich mein Wissen vermitteln und freue mich dort über jedes Erlebnis, das ich mit neugierigen Schülern erleben darf. Unter normalen Umständen wären wir zu dieser Jahreszeit mit dem Jäger unterwegs und wir würden wichtige Informationen zum Ökosystem Wald bekommen. 

Bei der Arbeit mit den Schülern ist mir klar geworden, dass es für sie und ihre Lehrenden mehr Angebote geben sollte, um sich naturnah und raus aus dem Schulalltag bilden zu können. Etwas, was sie auch nicht unbedingt direkt mit dem Begriff Schule verbinden. Das könnte dafür sorgen, dass sich das Interesse anders entwickelt. Ich hätte gerne einen Lernort, an dem ich mit den Heranwachsenden den Rätseln und Wundern der Natur auf den Grund gehen kann. 

In meiner Freizeit bin ich sehr gerne in der Natur unterwegs und halte ihre Schönheit mit der Kamera fest. Mit meinem E-Bike komme ich an wunderbare Orte.  Auch mit meinen Stöcken bin ich gerne unterwegs und muss mich dabei immer zusammenreißen, nicht ständig Fotos machen zu wollen, weil die Natur gradezu spektakuläre Bilder liefert. Momentan vermisse ich das Schwimmen am Warmbadetag, denn ich bin mir nicht sicher, ob das zur derzeitigen Lage passt. Zudem kommt noch, dass die oft Tickets sehr schnell ausverkauft sind.

Unser Haustier, eine Bartagame, ist ein Überbleibsel unseres Sohnes und ist schon im Rentenalter. Unser Bube hat nach seiner Ausbildung als Chemisch Technischer Assistent noch seine Fachhochschule-Reife erworben, um nun in Furtwangen Security & Safety Engineering zu studieren und seine Freundin studiert das Lehramt in der Schweiz. Zuvor war er viele Jahre ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Vaihingen und war traurig, als er aufgrund seines Wegzugs seinen Alarm-Melder abgeben musste.  

Ich bin seit 2002 ehrenamtlich für UNICEF tätig. Mein Mann, der für diese Organisation der Büro-Koordinator in Stuttgart ist, hat mit unserem Stand und den dazugehörigen Helfern beim Weihnachtsmarkt einen festen und beliebten Treffpunkt für Freunde und Unterstützer installiert und es ist jedes Jahr ein großes Vergnügen, meinen Beitrag für UNICEF zu leisten. Leider sieht es dieses Jahr ganz anders aus und wir können froh sein, unsere Karten im Breuninger verkaufen zu können. Vielleicht haben wir noch Glück und am ersten Advents-Wochenende einen Stand in der SchwabenGalerie...vielleicht...