Als wir im Jahre 2006 unser Haus mitten in Vaihingen kauften, war von der Schönheit dieses winzigen Grundstücks noch nicht viel zu sehen. Alles war so verwuchert, dass es für keine Pflanze die wirkliche Möglichkeit gab, vernünftig zu wachsen. Die Vorbesitzerin hatte nicht wirklich das Bedürfnis, eine tolle Oase für Mensch, Tier und Natur zu schaffen. Seither stecken wir, aber vor allem ich, sehr viel Liebe und Energie in unser Kleinod und ich bin jedes Jahr aufs Neue überrascht und verzückt, wenn ich sehe, wie sich unser Garten entwickelt. Ich muss vielleicht erwähnen, dass unsere komplette Pflanzfläche maximal 40m² beträgt. 

Mein Mann hat mir vor ein paar Jahren ein Hochbeet nach unseren Wünschen gebaut und das ist echt toll, denn er hat rundherum Pflanzringe benutzt, so lassen sich die einzelnen Pflanzen und Kräuter doch recht gut trennen und in der Mitte ist trotzdem noch Platz. Ich nutze diesen für alle möglichen Salate, Möhren, Zwiebeln, Knoblauch, Kohlrabi, Mairübchen und was dort sonst noch so wachsen möchte.

In meinem ersten Jahr mit dem Hochbeet habe ich ganz euphorisch mindestens 120 verschiedene Frühlingsblumen-Zwiebeln gesetzt und es sah wunderschön aus. Im zweiten Jahr musste ich dann feststellen, dass auch den Mäusen diese Zwiebeln wohl wunderbar schmecken und aktuell sind noch maximal 10 Tulpen zu sehen, die restlichen Zwiebeln wurden wohl schon von unseren plüschigen Gartenbewohnern verdaut. 

Dieses Jahr bin ich(hoffentlich) schlauer gewesen und habe viel mit gesammelten und gekauften Samen gearbeitet und hoffe, dadurch ein wunderschönes Insekten-Paradies zu schaffen. Ich habe mich bewusst für  alte Sorten wie Leinkraut, Färberdistel, Lefkojen, Löwenmaul und allerlei andere Sorten  entschieden, damit sich unsere wunderschönen fliegenden Gäste einfach gut entwickeln können. 

Die Weinbergschnecken leben mittlerweile seit 3 Jahren bei uns im Garten, zumindest habe ich heute 3 Schnecken entdeckt, die ich vor 3 Jahren mit einer Markierung auf dem Haus in unseren Garten gesetzt habe. Sie haben hier wohl alles, was sie brauchen, was mich sehr freut, denn im Prinzip will ich was von ihnen. Sie halten mir schon das zweite Jahr den Garten nahezu frei von Nacktschnecken, denn sie mögen die Eier eben dieser Schnecken wohl ganz gerne. Das klappt wirklich wunderbar, ich habe in Vergangenheit immer wieder fiese Probleme mit diesen schleimigen Wesen gehabt und wenn ich heute mal rausgehe, muss ich wirklich an bestimmten Stellen suchen und Glück haben, oder halt Pech...

Hier sind einige Einblicke in unseren Garten